Eintritt frei
Gruppenführungen:
50 Euro
Führungen für Schüler- und Jugendgruppen frei
Spenden willkommen
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   Bundesstraße 432 zwischen
   Bad Segeberg und
   Scharbeutz
  • mit dem Bus: Buslinie 5912 (von Lübeck Hbf) bis zur Haltestelle "Ahrensbök ZOB", von dort mit dem Fahrrad oder mit dem Taxi bis zur Gedenkstätte
    oder bis Haltestelle „Ahrensbök-Nordstern“, von dort 25 Minuten zu Fuß zur Gedenkstätte
  • mit dem Bus: Buslinie 5960 (von Pönitz Bhf) bis zur Haltestelle "Ahrensbök-Holstendorf Haßberg", von dort zu Fuß zur Gedenkstätte
  • mit dem RE 84 bis Pönitz (Holstein), von dort mit dem Fahrrad oder Taxi bis zur Gedenkstätte
  • Wegeplanung: www.nah.sh und www.bahn.de
   Die Gedenkstätte ist leider
   noch nicht barrierefrei.
11.06.2021
Uhr
Marthe Burfeind und Sebastian Sakautzki freuen sich auf ihre neuen Aufgaben in der Gedenkstätte.
Foto: jhw
Zwei junge Wissenschaftler verstärken Gedenkstättenteam Leitung in Ahrensbök wird künftig in hauptamtliches Management überführt

Zum Team der Gedenkstätte Ahrensbök gehören zwei neue Gesichter: Marthe Burfeind und Sebastian Sakautzki haben die ersten Junitage genutzt, um sich mit ihren Arbeitsplätzen vertraut zu machen. Die 31 Jahre alte Niedersächsin hat in Kiel und Berlin studiert. Ihr Interesse an der NS-Diktatur und den Folgen für die Gesellschaft war schon immer groß. Dass sie sich beruflich der Gedenkstättenarbeit widmen möchte, wurde der heutigen Historikerin ebenfalls früh klar: “ Seit meinem Freiwilligen Sozialen Jahr auf Usedom.” Das leistete Marthe Burfeind in der Kriegsgräberstätte Golm. In Ahrensbök wird sie sowohl im pädagogischen Bereich tätig sein als auch sukzessive die Leitung der Gedenkstätte von der langjährigen Vorsitzenden des Trägervereins, Dr. Ingaburgh Klatt, übernehmen. Damit wird die Gedenkstätte Ahrensbök, die zwei Jahrzehnte lang ehrenamtlich von Mitgliedern des Vereins geleitet wurde, künftig in ein professionell hauptamtliches Management überführt.

Eng zusammenarbeiten wird die Wissenschaftlerin mit Sebastian Sakautzki. Der ebenfalls 31-jährige Politologe ist nun Leiter des Projekts “Jugend erinnert”. Während seines Studiums in Jena und Marburg gehörten Rechtsextremismus und Erinnerungskultur zu seinen thematischen Schwerpunkten. Den gebürtigen Sachsen hat es aus Hessen in den Norden gezogen. Während seiner Tätigkeit in Trutzhain, einem Museum und Erinnerungsort, an dem der Schicksale von Kriegsgefangenen und deren Einsatz als Zwangsarbeiter gedacht wird, vertiefte Sebastian Sakautzki sein Interesse für die Gedenkstättenarbeit. In Ahrensbök möchte er “Bildungsformate für junge Menschen entwickeln”. Zudem soll es zeitnah möglich sein, die Gedenkstätte interaktiv kennenzulernen. Wenn es die Pandemielage zulässt, wird vom 1. bis 10. Oktober wieder ein Jugendlager für 16- bis 25-Jährige auf dem Gelände der Gedenkstätte stattfinden.
 

8. Mai 2001 – 8. Mai 2021

Es war eine kleine, aber feine, interne Veranstaltung: Der Trägerverein feierte - Corona bedingt - mit einigen wenigen geladenen Gästen den 20. Jahrestag der Gründung der Gedenkstätte Ahrensbök. In einer Grußbotschaft – als Video übermittelt – würdigte Klaus Schlie, Präsident des schleswig-holsteinischen Landtags die Tatsache, dass dank des unermüdlichen Einsatzes von ausschließlich ehrenamtlich tätigen Mitgliedern in Ostholstein ein Gedenkort entstanden ist, an dem an die nationalsozialistische Zeit erinnert wird, wie sie vor Ort geschah.

Während der Feierstunde wurde erstmals in Anwesenheit der Dithmarscher Filmemacherin Martina Fluck (Foto: Dritte von links) ihre Dokumentation "Verdrängen und Erinnern" gezeigt. In dieser Dokumentation erinnern sich zwei Ahrensböker an ihre Kindheit im Nationalsozialismus. Beide, Hans Otto Mutschler und der gebürtige Ahrensböker Jörg Wollenberg, wurden als acht- und zehnjährige Schüler im April 1945 Zeugen des Todesmarsches von Auschwitz nach Holstein. Wollenberg (Foto: Dritter von rechts), der zur Feierstunde anwesend war, erinnert sich auch an die Cap Arcona-Katastrophe am 3. Mai 1945. Er und ein Schulfreund waren an den Ostseestrand geradelt, wo sie das brennende Schiff sahen, auf dem mehr als 7000 KZ-Häftlinge verbrannten oder ertranken.

Um Mitgliedern, Freundinnen und Freunden der Gedenkstätte Ahrensbök sowie allen Interessierten die Möglichkeit zu geben, ebenfalls des 20. Gründungstags der Gedenkstätte zu gedenken, plant der Trägerverein eine Feier am 1. September dieses Jahres, dem Antikriegstag.
 
 

Die Gedenkstätte Ahrensbök wurde am 8. Mai 2001 in dem einzigen in Schleswig Holstein erhaltenen Gebäude eröffnet, in dem 1933 ein frühes KZ bestand.
An Beispielen aus der Region werden Anfang, Alltag und Ende der nationalsozialistischen Diktatur zwischen 1933 und 1945 thematisiert.
Die Gedenkstätte ist eine
Dokumentations- und Ausstellungsstätte
Gedenk- und Nachdenkstätte
Bildungs- und Begegnungsstätte
 

Flachsröste 16
23623 Ahrensbök
Tel 04525 493060
Fax 04525 493090
Email:
gedenkstaetteahrensboek
@t-online.de



Gedenkstätte
wieder geöffnet

Dienstag bis Freitag
9.00 - 13.00 Uhr
Sonntag
14.00 - 18.00 Uhr

Veranstaltungen finden vorerst nicht statt