Preis für Demokratie und Toleranz
Arbeit des Trägervereins der Gedenkstätte Ahrensbök/Gruppe 33 ausgezeichnet
 
Für ein "ideenreiches und wirkungsvolles Beispiel zivilen Engagements" wurde am Freitag der Trägerverein der Gedenkstätte Ahrensbök/Gruppe 33 ausgezeichnet. Während einer Feierstunde im Lübecker Bürgerschaftssaal zeichnete Cornelia Sonntag-Wolgast, als Vertreterin des "Bündnis für Demokratie und Toleranz". Gegen Rechtsextremismus und Gewalt", Berlin, den Ahrensböker Verein mit dem Preis "Aktiv für Demokratie und Toleranz 2005" aus. Die Auszeichnung wird mit 3000 Euro honoriert. Zweite Preisträgerin war die Lübecker Aktionsgruppe "Barrierefrei Innenstadt - für alle" des Lübecker Vereins "Mixed Pickles", eine Organisation für Mädchen und Frauen mit und ohne Behinderung in Schleswig-Holstein.

In ihrer Laudatio würdigte die SPD-Politikerin Sonntag-Wolgast insbesondere die Zusammenarbeit des Ahrensböker Trägervereins mit Schulen der Region, die dem vorrangigen Ziel diene, junge Menschen mit der Geschichte des Holocaust vertraut zu machen, um sie vor rechtsextremen Versuchungen zu bewahren. Sie hob auch die Notwendigkeit hervor, dass Menschen wie die Mitglieder des Trägervereins sich auch in Zukunft ehrenamtlich engagierten.

"Damit Geschichte sich nicht wiederholt", begründete die Vorsitzende des Trägervereins, Monika M. Metzner-Zinßmeister das Engagement der Mitglieder. Sie appellierte an die mehr als hundert Gäste in Lübeck, darunter zahlreiche Ahrensböker und Ahrensbökerinnen, die Arbeit des Vereins - "aktiv oder passiv", durch Mitgliedschaft oder mit Spenden - zu unterstützen.

Der Trägerverein wird die Preissumme für den dringend notwendigen Heizungseinbau in dem mehr als hundert Jahre alten Gebäude der Gedenkstätte einsetzen. Wie der Verein mitteilte, ist das Preisgeld ein willkommener Zuschuss zu den Sanierungskosten, die die Mittel des Vereins weit übersteigen. Das Haus wird auch in diesem Winter unbeheizt bleiben und deshalb die meiste Zeit geschlossen werden müssen. Die Gedenkstätte wird letztmalig am Sonntag, 5. November von 13 bis 17 Uhr für Besucher geöffnet sein. Während der Wintermonate sind Besuche nur nach Vereinbarung möglich. Einzige Ausnahme: Der 29. Januar 2007, wenn die Schulen der Region, sowie Bürgerinnen und Bürger eingeladen werden, am Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus gemeinsam der Verbrechen, die im Namen der Deutschen von Deutschen begangen wurden.

 
Hier die Urkunde zur Verleihung.
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