P R E S S E 
 
Mit bunter Vielfalt gegen Rechts
Aktionswochen in Eutin und Ahrensbök werden von einem breiten Bündnis getragen




Die Resonanz ist überwältigend. Wenn vom 4. Bis 27. Juni während drei Aktionswochen in der Kreisstadt Eutin und in der nahen Kommune Ahrensbök Vertreterinnen und Vertretern aus Stadt und Land „Für Demokratie und bunte Vielfalt“ streiten, wird es schwerfallen, sich den dem Sog der spannenden Veranstaltungen zu entziehen. Die bunte Vielfalt, die das Motto verspricht, spiegelt sich in den Angeboten derjenigen wieder, die mitmachen wollen.

Nur zwei Monate nach Planungsbeginn steht fest, dass ein breites Bündnis zusammenarbeiten wird. Um den Ideenreichtum zu koordinieren, laden die Veranstalterinnen Ingaburg Klatt und Ulrike Plötz vom Trägerverein Gedenkstätte Ahrensbök zum zweiten Runden Tisch am Mittwoch, den 6. März 2019 um 16 Uhr wieder ins Eutiner Rathaus ein. Versammelten sich während des ersten Treffens 52 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Konferenzsaal, dürfte auch dieses Mal die Drängelei außerordentlich sein.

Viele in Eutin sind entschlossen, diese drei Aktionswochen zum Erfolg zu führen. Die Teilnahmeliste spiegelt wieder, welch engagierter Bürgersinn vor Ort lebendig ist. Mehr als dreißig Einrichtungen – private und gemeinnützige Vereine, Behörden, Kirchen, Stiftungen, Geschäftsleute, Künstler, Arbeitskreise und viele mehr - haben bereits konkrete Vorschläge gemacht, welche Veranstaltungen sie gestalten wollen. Auftakt ist die Eröffnung der Ausstellung „Oh, eine Dummel! Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit in Karikatur und Satire“ in der Kreisbibliothek am 4. Juni. Es werden Interessierte gesucht, die während der Öffnungszeiten der Bibliothek die Ausstellung beaufsichtigen. Anmeldungen unter 04525 – 493 060 oder gedenkstaetteahrensboek@t-inline.de

Sich für Demokratie und bunte Vielfalt einzusetzen heißt sich gegen Rassisismus, gegen Sexismus und gegen Homophobie zu engagieren. So wird der weit über die Landesgrenzen hinaus beliebte Pädagoge Matthias Isecke-Vogelsang, vielen als als „Punk-Lehrer“ bekannt, die Vorführung des Films „Wildes Herz“, eine Dokumentation über die Punkband „Feine Sahne Fischfilet“, begleiten. Es werden ein Aussteiger und eine Journalistin authentisch aus der rechten Szene berichten. Geplant sind ein Poetry Slam oder ein Workshop zum Erlernen von Cartoons gegen Rechts. Vorträge, Lesungen und - vielleicht - sogar Theater mit professionellen Akteuren des Hamburger Thalia Theaters auf historischen Brettern der Gedenkstätte Ahrensbök sind geplant.

Das klingt kopflastig, ist es aber nicht. Die Eutinerin Ulrike Plötz (Urban Scetching), federführend für Organisation und Planung im Auftrag des Trägervereins der Gedenkstätte Ahrensbök, erklärt: „Wir wollen drei Wochen lang nicht mit Verbissenheit sondern mit satirischem Humor für eine Zukunft werben, die frei von Menschenfeindlichkeit ist“. Und wer dazwischen Entspannung braucht, der kann am Welt-Yogatag, dem 21. Juni, auf der Schlosswiese - bei Regen in einer Halle - medidativ einen Beitrag zu den drei Aktionswochen leisten.





 
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