P R E S S E 
 
Am internationalen Gedenktag geöffnet
Gedenkstätte beendet kurze Winterpause




Er war einer der letzten Überlebenden: Die Gedenkstätte Ahrensbök wird am internationalen Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus, am 27. Januar, des Mannes gedenken, der Auschwitz, den Todesmarsch nach Holstein und die Cap Arcona-Katastrophe in der Lübecker Bucht überlebte. Während einer Lesung und einer anschließenden Filmdokumentation wird der Gedenktag zur Erinnerung an Sam Pivnik gestaltet, der im vergangenen Jahr im Alter von fast 91 Jahren in London starb.

Der 27. Januar ist seit 1996 ein bundesweiter Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus. 2005 riefen die Vereinten Nationen den „internationalen Gedenktag an die Opfer des Holocaust“ aus. Das Datum erinnert an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die Rote Armee der Sowjetunion, die damals nur wenige überlebende Häftlinge antraf. Die meisten Opfer, die das mörderische KZ überlebt hatten, waren Wochen zuvor auf Todesmärsche getrieben worden, von denen einer im April 1945 in Ostholstein ankam und durch Ahrensbök führte.

Seit der Eröffnung der Gedenkstätte im Mai 2001 dokumentiert eine Dauerausstellung die Geschichte des Todesmarsches von Auschwitz nach Holstein. Wie alljährlich lädt der Trägerverein insbesondere junge Menschen ebenso wie interessierte Bürgerinnen und Bürger ein, die Gedenkstätte Ahrensbök zu besuchen. Um 15.00 Uhr beginnt die Lesung , die mit der Schilderung von Pivniks Kindheit und Jugend im polnischen Bedzin beginnt und mit seinem Überleben der Cap Arcona-Katastrophe endet. Erst im Jahr vor seinem Tod hatte er seine Erinnerungen aufgeschrieben, die er „Der letzte Überlebende“ nannte.

Nach kurzer Winterpause ist die Gedenkstätte wieder jeden Sonntag von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Auch der erste Sonntag nach der Wiedereröffnung, der 28. Januar 2018, ist dem Gedenken der Opfer des Nationalsozialismus gewidmet. Interessierte sind eingeladen zur Vorführung einer Filmdokumentation, die vor 18 Jahren gedreht wurde, als Benjamin Jacobs, ein anderer Überlebender des Todesmarsches von Auschwitz nach Holstein, Ahrensbök besuchte. Im Anschluss an diese Filmvorführung bietet der Trägerverein einen Gedankenaustausch an.




Sam Pivnik am 8. Mai 2001 bei der Eröffnung der Gedenkstätte Ahrensbök

 
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